Kategorie: #DigitalMondayBlog

MicroLearning: der neue Goldstandard in der Wissensvermittlung?

Die Corona-Krise ist der größte Digitalisierungsturbo für die Bildung. Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen, die schon lange Pläne für eLearning hegen, sind nun doch schneller so weit, ihre Lerninhalte zu digitalisieren. Aber Wissen online verfügbar zu machen, bedeutet noch nicht, dass die Wissensvermittlung auch gelingt. Ohne Methodik werden viele Projekte scheitern. MicroLearning ist eine bewährte Methode, die sich in jeder Organisation anwenden lässt und die sicherstellt, dass das digitale Lernangebot aktiv und regelmäßig genutzt wird.

Was ist das Besondere an MicroLearning?

Digitale Wissensvermittlung braucht digitale Didaktik. Dabei gilt wie bei allen Lernmethoden, dass Synapsen nur wachsen können, wenn unser Gehirn Dopamin ausschüttet – etwa, wenn wir eine Aufgabe erfolgreich meistern. Erfolg ist daher ein Schlüsselfaktor, damit Lernende – online und offline – motiviert sind. Weiters ist es wichtig, die Motivation der Lernenden aufrechtzuerhalten. Wissenschaftlich bewiesen ist dabei, dass kurze Lerneinheiten über einen längeren Zeitraum deutlich effektiver sind als längere Lerneinheiten, die am Stück, aber dafür seltener absolviert werden. Ganz ähnlich wie bei der Fernsehwerbung. MicroLearning von KnowledgeFox wendet diese Erkenntnisse auf das Lernen an.

Fingerfood fürs Gehirn

Lernen in kleinen Happen ist nicht neu: Alle, die einmal ein Musikinstrument erlernt haben, kennen die Mini-Sequenzen und die oftmaligen Wiederholungen. Auch bei MicroLearning werden kleine Lernschritte regelmäßig genutzt und schaffen so ein nachhaltiges Wissen. Neu dabei ist, dass das Lernen primär mobil stattfindet: über eine App am Smartphone/Tablet oder am Computer. MicroLearning ist daher besonders für Selbstlernphasen geeignet.

Die abwechslungsreiche Darstellung (Einbindung von Bild, Ton, Video) und die aktive Wissensaneignung durch Lückentexte, Reihungsaufgaben und Multiple-Choice-Karten fördern den Wissenserwerb und die Lernmotivation. Wer möchte, kann die Aufgaben auch im Wettstreit gegen Kolleginnen und Kollegen beantworten („Knowledge Match“) und Punkte für die Bestenliste sammeln.

Smarter Algorithmus für personalisierte Lernförderung

Die Lern-App verfügt über einen smarten Algorithmus, der die Nutzerinnen und Nutzer beim Lernen unterstützt: Die Software merkt sich Schwächen der Userinnen und User und setzt bei Wissenslücken auf mehrmalige Wiederholungen, damit der Lerninhalt verinnerlicht wird. Auch Reisen und kurze Pausen können mit der App gut genutzt werden, da die App auch offline funktioniert und die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit eine Lernpause einlegen und später an der gleichen Stelle fortsetzen können.

Wo wird MicroLearning eingesetzt?

Praxis-Beispiele bestätigen den Erfolg dieser Art der Wissensvermittlung: Die Bundesbuchhaltungsagentur bildet ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber mittels MicroLearning-App von KnowledgeFox aus und die Wiener Netze schulen die Lehrlinge mittels Kursen am Smartphone. Ein weiteres Beispiel für den einfachen Einsatz der KnowledgeFox-App ist die rasche Implementierung beim Roten Kreuz. Die Blaulichtorganisation hat aufgrund der Covid-19-Epidemie im April 2020 die Präsenzkurse für die neuen Zivildiener als Handy-App verfügbar gemacht. Insgesamt 13 Kurse mit etwa 1.000 Wissenskarten wurden so mobil und zeitunabhängig verfügbar gemacht. Dadurch wurde die Einschulung vereinfacht und effizient gestaltet und auch Kosten konnten eingespart werden.

Immer mehr Unternehmen setzen auch beim Onboarding auf die MicroLearning-App. Die digitale Willkommenskultur ist eine Win-win-Situation für beide Seiten: Ohne Präsenz können wichtige Informationen zu Prozessen, Produkten, Compliance und Ansprechpartnerinnen und -partnern vermittelt werden und die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, die Informationen nachzuschlagen und erhalten von Beginn an einen professionellen Eindruck vom Unternehmen.

Erfolgreiche Digitalisierung braucht digitale Wissensvermittlung.
Mit MicroLearning wird die Digitalisierung der Wissensvermittlung gelingen.

 


Gregor Cholewa © KnowledgeFox

Gregor Cholewa © KnowledgeFox

DI (FH) Gregor Cholewa ist Co-Founder & CEO von KnowledgeFox. Der Experte für Digitale Didaktik und den Einsatz von MicroLearning und Mobile Learning ist zudem Vortragender für Wissensmanagement und eLearning an der Donau-Universität Krems, Autor und Speaker.

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