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Vienna Climate Challenge – Von der Idee zum Prototyp

Drei Tage, sechs Teams und eine große Herausforderung – wie man Wien durch neue digitale Tools nachhaltiger machen kann. Der von der Universität Wien organisierte Vienna Climate Challenge Hackathon bot einer bunt gemischten Gruppe von Bachelor-, Master- und PhD-Studierenden sowie Post-Docs die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen zu entwickeln und sie vor einer Jury aus Vertretern der Universität, der Stadt Wien und SDG Watch Austria zu präsentieren.

Was ist ein Hackathon?

Während der Begriff ursprünglich aus der Informatik kommt, erfordern nicht alle Hackathons unbedingt Programmierkenntnisse. Die Vienna Climate Challenge lud explizit Teilnehmer*innen aus allen Disziplinen ein, zusammenzuarbeiten, voneinander zu lernen und vielfältige Ideen zu entwickeln. Anmelden konnten sich alle mit Bezug zur Universität Wien, um ihre Ideen den anderen Teilnehmern vorzustellen, drei Tage lang im Team daran zu arbeiten und die Ergebnisse dann der Jury zu präsentieren.

Ergänzt wurde die Arbeit an den Projekten durch Präsentationen zu einer breiten Palette nützlicher Themen, von den aktuellen Herausforderungen Wiens (Stadt Wien), über schnelles Prototyping ohne Programmierkenntnisse (UpLeveled), die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG Watch Austria) und das Erstellen von Business Pläne (Austria Wirtschaftsservice).

Partizipative Stadtplanung

Nach drei Tagen voller Spaß und harter Arbeit kürte die Jury die zwei Siegerprojekte „Vision Vienna“ und „Verkehr findet Stadt“. Beide Projekte möchten mit ihren Ideen Stadtbewohner*innen stärker in Stadtplanungsprozesse einbinden.

Das Projekt „Verkehr findet Stadt“ ermöglicht es Stadtbewohner*innen über eine App, ihre Wünsche und Vorschläge für Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur (Radwege, Fußgängerzonen, aber auch Ausbau des öffentlichen Verkehrs) mit drei einfachen Klicks bei der Stadt zu deponieren. Die Stadt auf der anderen Seite kann darauf reagieren, über geplante und laufende Infrastrukturprojekte informieren und Feedback einholen. Durch die Einbindung der Bewohner*innen in Planungsprozesse und vor allem den bilateralen Kommunikationsfluss werden nicht nur neue Ideen generiert, auch die Akzeptanz von Maßnahmen und Bauvorhaben soll dadurch erhöht werden.

Während der erste Prototyp der Idee den Fokus auf Verkehrsinfrastruktur legt, können vonseiten der Stadt leicht neue Themenbereiche hinzugefügt werden – mit dem Ziel, Stadtbewohner*innen in alle für sie relevanten Aspekte der Stadtplanung einzubinden.

Warum braucht es Hackathons?

Für viele der Teilnehmer*innen war die Aussicht auf einen Gewinn nur einer von vielen Gründen, an der Vienna Climate Challenge teilzunehmen – so ein Hackathon bietet die Gelegenheit, sich mit neuen Themengebieten auseinander zu setzen und eigene Ideen auszuprobieren, auch außerhalb des eigenen Arbeitsbereichs. Gerade für Studierende ist dieser Blick über den Tellerrand eine spannende Herausforderung.

Darüber hinaus ermöglicht er die Vernetzung und Zusammenarbeit von Menschen verschiedenster Disziplinen. Interdisziplinäre Arbeit kann zwar schwierig sein, führt aber in der Regel zu weitreichenderen Ideen, als wenn man sich auf ein Fachgebiet beschränkt. Dies zeigen auch die beiden Siegerteams, die sich beide erst im Rahmen des Hackathons gründeten, und beide sehr interdisziplinär aufgestellt sind.

Und nun?

Die beiden Gewinner*innenteams erhielten nicht nur einen Geldpreis, sondern auch die Möglichkeit, ihre Ideen und zukünftigen Kooperationen mit weiteren Vertretern der Stadt Wien zu diskutieren und ihre Projekte einem breiteren Publikum vorzustellen. Beide stehen bereits in Kontakt mit Vertretern der Stadt Wien, um die nächsten Schritte ihrer Projekte zu besprechen.

Zur Vienna Climate Challenge

Die Vienna Climate Challenge fand in Kooperation mit DigitalCity.Wien im Rahmen von der Initiative She.Digital Wien statt und hat insbesondere junge Forscherinnen und Studentinnen aufgerufen, ihre Ideen und innovativen Lösungen zu präsentieren und damit ein Vorbild für junge weibliche Talente zu sein. Das rein weibliche Projektteam von  „Verkehr findet Stadt” hat die erfolgreiche Idee bei den #DIDAYS22 im Rahmen der Hedy Lamarr Preisverleihung präsentiert. Hier geht´s zum Video »


WTZ

Das Projektteam von „Verkehr findet Stadt”: Julia Jankowski, Katrin Brandt, Laura Lotteraner & Azade Kakavand

Zur Autorin: Laura Lotteraner ist PhD-Studentin im Bereich Data Science in den Umweltwissenschaften an der Universität Wien. Mit ihrem Projekt „Verkehr findet Stadt“ gewann sie den zweiten Platz der Vienna Climate Challenge.

 

 

 

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