40. Digitaler Salon: Der neue CIO der Stadt Wien stellt sich vor

Montag, 19. Oktober 2020 / Expertengespräch zwischen Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, und Isabella Mader, CIO des Excellence Institutes

“Wer ist denn dieser Klemens Himpele eigentlich?”, fragt Salonière Isabella Mader gleich zu Beginn des Digitalen Salons. “Eine sehr vielschichte Frage”, entgegnet Klemens Himpele und spricht darüber, dass seine Liebe zu Wien am Heimweg von seinem Zivildienst in Israel entfacht wurde. Seitdem hat der gebürtige Deutsche einige berufliche Stationen in Wien durchlaufen, wie etwa einen Job bei Statistik Austria und zuletzt in der MA 23, die Himpele als Chefstatistiker und -ökonom Wiens geleitet hat. Seit 1. Oktober 2020 ist der studierte Volkswirt nun der neue CIO der Stadt Wien und somit Leiter der Gruppe Prozessmanagement und IKT-Strategie.

Wiener Weg der Digitalisierung

Und welche Schwerpunkte möchte Himpele im Zuge der Digitalisierung setzen? Im Gespräch merken die Zuseherinnen und Zuseher schnell, dass der neue CIO der Stadt Wien großen Wert darauf legt, dass digitale Trends auch gesellschaftlich eingebettet sind. Da neue Technologien unser Zusammenleben verändern, sind sie nur dann sinnvoll, wenn diese auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern ankommen und deren Lebensqualität weiter steigern. Die hohe Lebensqualität in Wien ist es auch, die Himpele vom Analogen ins Digitale transferieren möchte. “Digitalisierung muss es den Menschen ermöglichen, ihr Leben besser, einfacher zu führen”, sagt er und betont, dass sie das in vielen Fällen schon tue – etwa in Form von Streamingdiensten, Onlineshops oder Trackingdiensten. Dennoch müsse man auch die sich ändernden Anforderungen an die Menschen im Auge behalten, die neue Technologien mit sich bringen. “Der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger hat dabei im Zentrum zu stehen, Schlagwort ist der digitale Humanismus. Das ist im Moment ein Begriff, der noch gefüllt werden muss mit Leben”, sagt Himpele. Gerade auf europäischer Ebene sei hier noch viel zu tun, um einen europäischen Weg, einen Wiener Weg zu finden, der sich klar vom chinesischen und US-amerikanischen abgrenzt.

Gesellschaft am Zug

Wichtig ist Himpele auch zu betonen, dass die Technik nie ein Selbstzweck sein darf, sondern unser Leben einfacher und schöner machen soll. Tue sie dies nicht, müsse man diese hinterfragen und vielleicht sogar ablehnen. Auch im Hinblick auf Daten und deren Schutz ist es dem CIO wichtig, dass die Gesellschaft ihre Sinne schärft und selbst entscheidet, wie mit Daten umgegangen wird. Als Beispiel nennt er die Debatte um Hate Speeches im Internet, die von technologischen Mechanismen teils begünstigt werden. Hier wünscht er sich mehr mediale Aufmerksamkeit und wünscht sich, dass diese Debatten auch gesellschaftlich geführt werden. Weil wir gemeinschaftlich beschließen müssen, was wir wollen und ob wir bereit sind, neue technische Modelle in unser Leben zu integrieren. “Das kann aber nur in einer Demokratie ausgehandelt werden und nicht von der Technik selber.”

Ein besonderer Dank gilt unserem Kooperationspartner Druck

Für alle Detailinformationen kontaktiert gerne Claudia Kanonier (kanonier@urbaninnovation.at) von Urban Innovation Vienna.

Wir freuen uns, euch bei unseren kommenden Veranstaltungen erneut zahlreich begrüßen zu dürfen. Der nächste Digitale Salon findet am 16. November 2020 statt.

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